
14.11.13 –
„Wenn die Landesregierung hier kürzt, dann gehen bei uns irgendwann wirklich die Lichter aus“, so Claudia Dalbert zur Zukunft der Theater und Orchesterlandschaft in Sachsen-Anhalt. Es hat keiner von uns gedacht, dass mit rechtzeitig entsprechende Verhandlungen aufnehmen, wie es im Koalitionsvertrag steht, gemeint ist, 2013 eine Kürzungsorgie vorzunehmen.“
„Herr Minister Dorgerloh, ihre Vorstellung heute hier im Hohen Hause, erlauben Sie mir, fand ich unglaublich. Wenn ich Sie ernst nehme, kann ich nur sagen, Sie sind ein Don Quichotte. Sie bekämpfen Windmühlen, die ich hier im Hohen Hause nicht gesehen habe. Es gibt keinen hier im Hohen Hause, der sagt, wir müssen nicht über die Strukturen der Theater- und Orchesterlandschaft sprechen, wir schreiben einfach alles weiter – das ist überhaupt nicht die Meinung hier im Hohen Hause.“
„Es ist ein enorm anstrengender Prozess, sich hin zu bewegen zu einer Struktur, die am Ende vielleicht auch weniger Geld kostet, aber Kultur auf hohem Niveau im Lande hält.“
„Erst kürzen und dann über Strukturen reden, das geht nicht.“
„Der Bildungsausschuss hat heute mit der Mehrheit der regierungstragenden Fraktionen die Kürzung von über 6 Millionen Euro für die Theater und Orchester beschlossen.“
„Wir haben diese Woche die Studie zum Demografischen Wandel vorgestellt bekommen. Es gibt in Europa eine Region, die am stärksten vom demografischen Wandel betroffen ist – das ist unser schönes Sachsen-Anhalt. Was aber kann man tun, damit die Menschen mit ihren Familien hier bleiben? Man braucht die Schule im Ort, man braucht die attraktiven Hochschulen – und man braucht die Theater und Orchester, die das Leben kulturell wertvoll machen. Wenn die Landesregierung hier kürzt, dann gehen bei uns irgendwann wirklich die Lichter aus.“
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