03.06.21 –
Magdeburg. Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert äußert sich besorgt zur aktuellen Debatte um Kürzungen an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale), die auch das landwirtschaftliche Institut betreffen:
„Unser Bundesland ist stark von Landwirtschaft geprägt. Für die ländlichen Räume Sachsen-Anhalts bildet die Landwirtschaft das Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung. Dazu gehören selbstverständlich auch renommierte Einrichtungen der agrarwissenschaftlichen Forschung und Lehre. Ich bin sehr besorgt, dass das Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften an der MLU so stark von den Kürzungsplänen der Universitätsleitung betroffen sein soll.“
„Aus meiner Sicht ist es notwendig, die Agrarwissenschaften zu einem Leuchtturm weiterzuentwickeln. Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt, Deutschland und Europa steht vor riesigen Veränderungen: das Artensterben, die Klimakrise, Dürre, Ausbreitung von Erregern und Schädlingen. Um Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu finden, brauchen wir eine starke Agrarwissenschaft im Land der fruchtbarsten Böden: Wie soll der Stall der Zukunft aussehen? Was sind tierwohlgerechte Haltungsbedingungen? Wie gelingt landwirtschaftliche Produktion unter den Bedingungen des Klimawandels? Wie geht Produktion und Naturschutz zusammen? Welche Bedingungen benötigen Tiere und Pflanzen in der Kulturlandschaft, um überleben zu können? Wie und auf welche Weise können digitale pflanzen- und tierbezogene Daten die landwirtschaftlichen Betriebe bei ihrer nachhaltigen Arbeit unterstützen? Auf all das brauchen wir Antworten, um jetzt die Weichen zu stellen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Förderprogramme entsprechend anpassen zu können“, macht Dalbert deutlich.
„Wir benötigen eine starke Agrarwissenschaft an der Universität, weil sie mit ihrer Grundlagenforschung ein entscheidender Baustein im Netz unserer Hochschulen ist. Die darauf aufbauende Anwendungsforschung an unseren Fachhochschulen ist bei Landwirtinnen und Landwirten höchst gefragt. Nur alle Bausteine zusammen ergeben eine zukunftsfähige Forschungsstruktur für das Agrarland Sachsen-Anhalt“, fügt sie abschließend hinzu.
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Quelle:
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
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